Form Vorbereiten
Gipsform zuerst von eventuellen Rückständen vom Vorgänger reinigen (sollte nicht vorkommen). Danach mit Hartwachs (Kinessa) einschmieren. Bitte keine Seifenlauge verwenden.
Generelles zum Einlegen
- Papier in Rechtecke reissen, Schnittkanten entfernen. Grosse Stücke machen die Arbeit einfacher als kleine Schnipsel.
- Bei grossen Flächen, grosse Stücke verwenden, sobald die Flächen kleiner oder detaillierter werden (Augen, Nase, Mund, …) mit kleineren Stücken arbeiten
- Jede Form wird mit drei Schichten kaschiert (braun / blau / braun). Achtung: die erste Schicht wird jedoch nur einseitig mit Larvenleim bestrichen.
- Die Backen- und Stirnpartien lieber mit langen Streifen kaschieren, das vereinfacht das Herausziehen.
- Beim Einlegen auf genügend Überlappung der Papierstreifen in der Form achten – es darf auch mehr als 1 Fingerbreit sein.
- Am oberen Rand 3 – 4 Fingerbreit Papier überstehen lassen, bzw. über den Rand knicken, damit das Herausholen klappt
- Tipp: Um den überstehenden Rand zu fixieren, kann ein bisschen Larvenleim verwendet werden
- Darauf achten, dass das Papier überall satt in die Form gestrichen ist, also nirgends spannt
- Auch darauf achten, dass es unter dem Papier keine Kleisterblasen hat, also das Papier gründlich verstrichen ist.
Erste Schicht einlegen
- Aus dem vorbereiteten und nass zwischen Zeitungen gelagerten Papier Rechtecke reissen.
- Zuerst die Rechtecke mit Larvenleim einseitig! einreiben
- Am Rand der Form beginnen und rundherum die erste Schicht legen, danach nach innen weiter vorarbeiten. Am Rand werden die Papierrechtecke auf drei Seiten eingerissen (passen sich der Form besser an) und danach in die Form gelegt (nicht eingerissene Seite nach aussen legen). Papier in der Form andrücken und danach auch am Rand einreissen und auf den Rand legen (min 2 cm Überlapp). Am Rand kann ein bisschen Kleister unter das Papier geschmiert werden, damit sich dieses nicht wieder löst und in die Form gleitet.
- Nachdem die Randpartie komplett kaschiert wurde, nach innen weiterarbeiten, jetzt werden die Papierrechtecke aber auf allen vier Seiten eingerissen. Bei engen Stellen oder stark gekrümmten Stellen, kleinere Schnipsel verwenden.
- Die erste Schicht ist fertig, wenn nichts von der Form mehr durch Löcher in der grauen Papierschicht schimmert
- Die erste Schicht nochmals komplett einleimen.
Zweite Schicht einlegen
- Zeitungsstücke aus trockener Zeitung reissen.
- Die Stücke mit Larvenleim leicht einleimen
- Am Rand der Form beginnen und rundherum die erste Schicht legen, danach nach innen weiter vorarbeiten.
- Die zweite Schicht ist fertig, wenn nichts vom grauen Papier mehr sichtbar ist und es keine Blasen (Luft oder Kleister) hat.
Dritte Schicht einlegen
- Gleiches Vorgehen wie bei der ersten Schicht, jedoch beidseitig! mit Larvenleim einreiben
- Die dritte Schicht ist fertig, wenn kein Zeitungspapier mehr sichtbar ist und es keine Blasen hat
- Am Ende wird auf ein trockenes Stück Kaschierpapier der Name geschrieben und das Stück von innen in die Wange eingeleimt.
- Alles nochmals komplett einleimen.
Larve aus der Form lösen
- Die eingelegte Form muss nicht angetrocknet werden, sondern kann sofort aus der der Form gelöst werden
- Zuerst die Larve mit einem Plastikbeutel, der mit zerknülltem Zeitungspapier gefüllt ist (sind vorbereitet), ausfüllen. Nicht zu satt, nicht stopfen. Aber doch so, dass der Papiersack mit dem Larvenrand einigermassen abschliesst, damit die Larve nicht während dem Trocknen einknickt.
- Danach den Rand von der Gipsform lösen (mittels Spachtel geht dies am einfachsten)
- Danach kann rundherum die Larve ein bisschen vom Rand nach innen gezogen werden. Hiermit kommt Luft zwischen Larve und Form. Achtung, die Larve muss vor dem Herausholen wird an die Form gedrückt werden.
- Jetzt sollte ein Brett bereit gestellt werden, auf dem die Larve trocknen soll
- Nun kann sachte die Larve aus der Form gelöst werden.
- Es gibt nun verschiedene Ansätze die Larve auf das Brett zu stellen
- Das Holzbrett kann auf die noch in der Gipsform liegende Larve gelegt werden und die Larve kann dann mit Brett aus der Form gelöste werden (Larvenrand und Brett gleichzeitig anfassen)
- Die Larve kann aus der Form geholt werden und dann in der Hand gedreht werden (linke hand hält Larve kurz auf dem Gesicht und dreht sie um, rechte Hand übernimmt Larve auf dem Zeitungspapier)
- Es ist eine heikle Angelegenheit und verlangt etwas Fingerspitzengefühl, resp. es ist stets darauf zu achten, was mit jedem Arbeitsschritt oder Handgriff passiert – gutes wie auch schlechtes.
- Achtung: Die Larve darf nicht in die Breite gezogen werden („ala ich brauche mehr Platz unter der Larve“)
- Kleinere Schäden können durch Glattstreichen wieder behoben werden – oder umgekehrt: alles, was durch Glattstreichen wieder behoben werden kann, ist ein kleiner Schaden.
- Zum Schluss wird die Larve aussen nochmals grosszügig mit Kleister eingerieben. Bitte nicht wie verrückt auf der Larve rumdrücken und der Larvenrand wird dabei nicht an das Brett gedrückt!
- Das Resultat ist die fertige Larve: Diese hat eine glatte Oberfläche, sprich keine Falten und Rümpfe, und keine abstehenden Papierecken, und sie sieht mit dem aufgetragenen Kleister aus wie ein Läckerli.
