Wie schon letztes Jahr wurde uns die Entscheidung, ob wir die Schönwettervariante oder den Kellerspielnachmittag wählen sollen, sehr schwer gemacht. Mutig oder vielmehr opti-mistisch entschieden wir uns trotz Gewitter, heftigen Regenschauern in der Nacht und sehr unsicheren Prognosen für den Ausflug.
Eine muntere Schar von 31 Leuten traf sich am Badischen Bahnhof. Während wir uns im Chaos der verschiedenen Billette die richtigen ausstellen liessen, gewannen die Kinder bei einem Rubbelspiel 10 feuerrote Fussbälle. Für die Pausenunterhaltung war also gesorgt.
Nach der kurzen Fahrt mit der Regio-S-Bahn stiegen wir in Haltingen in die Dampfeisenbahn um. Der Platz war wegen grossen Andrangs etwas beschränkt, aber schliesslich fand jeder eine Sitzgelegenheit. So ruckelten und zuckelten wir fast eine Stunde bis nach Kandern hoch und waren am Ende froh, dass die Fahrt nicht bis Paris ging. Wir hatten zwar keine schwarzen Köpfe, obwohl einige das Heizen der Lok aus nächster Nähe betrachteten, aber die Bänke waren ungepolstert und der Geruch aus einer Mischung von Rauch, Russ und heissem Oel gewöhnungsbedürftig. Etwas Mitleid hatten wir mit den Anwohnern der Chanderlistrecke, die jeden Sonntag mindestens sechs Mal in Rauchwolken gehüllt und durch das schrille Pfeifen in ihrer Sonntagsruhe gestört werden. Uns machte es aber Spass gemacht, wie in alten Zeiten Zug zu fahren.
Nach einem steilen Aufstieg hatten wir eine gemütliche Wanderstrecke vor uns. Auf dem Walderlebnispfad gab es immer wieder interessante Informationen über den Wald und seine Bewohner. Verschiedene Holzarten waren zu erkennen, einen Baum mit einer Spechthöhle zu bewundern und viel Wissenswertes über Bienen zu erfahren. Auf einem Pirschpfad galt es, möglichst viele versteckte Tiere zu finden.
Unsere Würste waren dank dem von unseren Vorgängern vorbereiteten Feuer schnell gegrillt. Zum gemütlichen Picknick schien sogar die Sonne. Die gemietete Waldhütte benutzten wir nur zum Spielen.
Zurück in Kandern genossen wir alle noch eine Glacé. Die Ausgabe dieser Köstlichkeit dauerte aber seine Zeit, weil sich einige wegen der grossen Sortenvielfalt fast nicht entscheiden konnte.
Die rasante Busfahrt retour nach Basel war nicht zu vergleichen mit der gemütlichen Hinfahrt in der Dampfeisenbahn.
Etwas enttäuschend war, dass nicht mehr Glaini Opti-Mischte an diesem Anlass teilnahmen. Das konnte aber die Anwesenden nicht vom Genuss dieses Tages abhalten. Es fiel kein Tropfen Regen und wir hatten Zeit zum Plaudern, Spielen und Kennenlernen.


