Wieder einmal hat uns unser Zeedeldichter am Bummel mit einigen sehr treffenden und tollen Versen überrascht. Den Text von M. Rist findet Ihr hier.
LIEBY EWIGY
S’ isch ebbe grad e Jeerli zrugg,
do ha ych eich mit sanftem Drugg
brobiert uff Missständ aane z’wyyse,
damit mir uss där grosse Gryyse
mit däne schregglig schlimme,
schrille, nimme bsetzte Pfyfferstimme,
und de invalyyde Drummelhind,
by aller Achtyg und als Frind,
irgendwie dien uusefinde
und e Garde dien begrinde,
wo blyybe duet und nit verreggt
und sich der Stamm an’ s Hietli steggt!
Ych gsee e Fasnacht mit Rollator,
iebe kasch im Simulator
s’ganze Joor, und au die Fuule,
kenne iber www dehaim denn suule,
damit der Voordraab nimm so stolperet
wenn d’ Strooss e Bitzli holperet.
Und s’ Requisit, do sinn mir eerlig,
es isch gar kains, und trotzdäm heerlig!
Es isch e Baiz, derzue no billig.
S’ Personal isch ordlig und au willig.
Sy mien jo nur im Grosse Ganze
im Schaggy um der Ranze danze.
Bym Uffbau, das isch aigenartyg,
stygt die durschtygy Erwartyg,
am allerschlimmschte in de Keele
vo de bloggte Voordraabs – Seele.
Sy stirze sich mit grosser Wucht
uff die Bängg, s’ isch fascht e Sucht,
und dien der Wyssy yyneschlozze –
do kenne d’ Pfyffer nur no glozze.
Die letschte Blätz sin jetz no offe,
der Vordraab scho e bitz aagloffe,
jetz dien d’ Pfyffer s’ Roor verstaue,
und sich uff de letschte Blätz uffbaue.
Sy gryffe dief in d’ Schänggel yyne
vo der Haidy, wo so gluschtyg schyyne,
präzyys, wie in grad gleggty Aier,
e gyggeryge Hienergaier.
Ganz am Schluss, und das isch glunge,
blybt e Hiffeli mit schlapper Zunge,
wo no mit allerletschter Graft
der langy Wäg zem Baizli schafft.
Iir derfet ally drey mool roote,
wie die haisse, die knapp noonig Doote,
wo s’ Inschtrumänt an d’ Huuswand stelle,
und sich zue de Dringger gselle.
Dambuure sin’s - Sy steen ganz hinde,
und brobiere no e Bierli z’ finde!
Wär A sait, darf nit B no sage,
es goot im Maier glatt an Graage.
Nit by uns, s’isch nit so schlimm,
e glaine Fääler liggt doch drin!
Mir hän s’Prinzip vom Je – ka – mi,
vo A bis Z bisch au derby.
Wichtyg isch, dass vyyly schreye,
nur soo ka’s richtyg abverheye.
E neye Marsch, e wieschte Doon,
das het by uns scho Tradition.
Kain ka am Aafang d’ Lugge fille,
ally warte uff der Dille!
Numme nit in Faarblan spigge
und Drummelmärsch im Kaim erstigge!
D’ Lambbe vo der Zuzka isch e Bracht!
Die Lyychtgraft, wie het die das gmacht?
Der Bischoff vorne, d’ Kuchy hinde,
nur sy Bligg kasch schwäär ergrinde.
E Minischtrant rieft : do verregg er,
dä luegt doch wie der Schwarzenegger!
E schlächty Nooricht - mir sin druurig,
bedroffe und beduure’ s schuurig,
dass d’ Ruth uns nimm ka pfyffe leere
das isch fir uns e Schlaag, e schweere.
Anderwytyg kasch begryffe,
mit soome Huffe zämme z’pfyffe
haisst nit aifach nur spatziere,
das duet d’ Närve strapaziere.
Wenn die nit kenne d’ Glabbe halte
und die Laif nit flissig gschtalte,
wenn s’ Vibrato iberschnabbt
und der Aafang gar nie glabbt,
wenn der Aasatz nur e Vorsatz blybt
und dy zer Verzwyflyg drybt,
draisch dy uff em Absatz um
und kentisch sage: s’ wird mir z’dumm.
Nit so d’ Ruth sii het’s erduldet,
mir wisse, wie vyyl Dangg me schuldet !
Au s’ Personelle isch zem briele,
mir wänn do nimme diefer wiele,
was nitzt e Viert – Stimm – Primadonna,
wenn e Null hesch vor em Komma?
Mir kenne’s oony d’ Ruth nit bringe,
und vo jetz aa dien mir nur no singe!
D’ Ruth isch woor, ych ka’ s bekunde,
alles Andere isch frey erfunde.
Sin Optimischt, hän kai Verdruss,
das sag ych eich jetz no zem Schluss.
Ych ha am liebschte frooy Gsichter!
Bis näggscht Joor
Eiere Zeedeldichter


